11 Tipps für die perfekten Produktfotos

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Die visuelle Darstellung eines Produktes bestimmt, ob das Interesse des Betrachters geweckt wird und ihn dazu bewegt, zu interagieren. Die Bereitschaft zur Interaktion kann hier verschiedene Formen annehmen. Ob der Besucher Deiner Webseite nun die detaillierte Beschreibung zum Artikel liest, weitere Fotos ansieht oder das Produkt direkt in den Warenkorb packt, hängt ganz von seiner Begeisterung ab. Wie auch im menschlichen Umfeld, ist der erste Eindruck entscheidend. Unpassende Produktbilder können daher mehr schlecht als recht sein. Ein Artikelfoto, dessen Darstellung beim Heranzoomen verpixelt, wird den Betrachter höchstwahrscheinlich Deinem Konkurrenten in die Arme treiben. Verkaufst Du beispielsweise eine Handtasche, reicht ein einziges Bild der wunderschönen Außenansicht nicht aus, um eine Frau zum Kauf zu bewegen. Deine weiblichen Webseitenbesucher werden Dir die Note 6 – ungenügend – geben. Mehr als verständlich, dass sie auch das Innenleben und die Seitenansicht der Tasche sehen möchten. Im Gegensatz zum Einkauf im Einzelhandel, kann Dein Besucher beim Kauf im Onlineshop das Produkt nicht anfassen, testen oder anprobieren. Er geht somit ein gewisses Risiko ein, falls der Artikel anders geliefert wird, als beschrieben. Unprofessionell wirkende Produktbilder gewinnen daher keinen Blumentopf und zusätzlich mindern sie das Vertrauen in Dein Unternehmen. Hier spielen die Emotionen des Käufers eine bedeutende Rolle. Wie Du bestimmt weißt, werden Kaufentscheidungen durch Gefühle beeinflusst. Man spricht vom so genannten „Emotional Selling“. Das heißt, im Vordergrund steht der Kunde mit seinen Gefühlen und nicht das Produkt selbst. Ziel ist es, den potentiellen Käufer in einen positiven Gefühlszustand zu versetzen. Er muss sich sicher und wohl mit seiner Kaufentscheidung fühlen. Dies kann er nur, wenn Dein Unternehmen Glaubwürdigkeit und Vertrauen vermittelt.

Exkurs Emotional Selling

Da sich in der Masse der heutigen Produktwelt meist alle Artikel substituieren lassen, muss der Kunde auf emotionaler Ebene erreicht werden. Wenn der Käufer sich z.B. mit der Geschichte des Produkts identifizieren kann, ist er viel eher gewillt zu kaufen. Zudem besitzt jeder Haushalt mindestens ein Produkt, dass durch einen Frustkauf erworben wurde. Meist ist der Kauf nicht geplant, sondern ensteht aus einem Impuls mit dem Ziel, das Leben positiv zu verändern. Du siehst, es geht hier um „gekaufte Emotionen“. Um den Kreis nun wieder zu schließen: Du solltest eine gewisse Professionalität mitbringen, damit Dir Dein potentieller Kunde sein Vertrauen schenkt.

Natürlich ist als Betreiber eines Onlineshops eine hohe Conversion Rate eines Deiner wichtigsten Ziele. Deshalb erfährst Du hier, wie Du diese durch die richtigen Produktbilder optimitierst.

 

Schöne Fotos müssen nicht immer teuer sein

Besonders kleine Unternehmen können sich keinen externen Fotografen leisten. Das stellt keineswegs ein Problem dar. Mit den richtigen Tricks und Kniffen gelingt mit einer geeigneten Ausrüstung auch einem Laien eine gute Fotosession. Inzwischen gibt es viele Webseiten und Artikel, die Tutorials zur eigenen Produktfotografie liefern.

 

Ein Bild ist (meist) nicht genug!

Wenn Du Deinem Kunden eine detaillierte Beschreibung des Artikels auch in visueller Darstellung bietest, sinkt die Rate an Retouren. Der Kunde hat somit keine Angst, die Katze im Sack zu kaufen, wie es so schön heißt. Denke daran, Foto und Beschreibung sind im E-Commerce der erste Kontakt des Kunden mit dem Produkt. Wenn Du ein Produkt in verschiedenen Varianten anbietest, sind Bilder jeder Ausführung unerlässlich.

 

Heranzoomen ermöglichen

Genügend Produkte enthalten kleine Details, die mit dem bloßen Auge nicht wahrgenommen werden können. So macht es Sinn, Artikelfotos zoombar zu machen. Wenn eine Uhr mit einem schönen Ziffernblatt versehen ist, sollte dies doch auch für den Käufer ersichtlich sein. Fossil macht hier eine sehr gute Arbeit. Die Verarbeitung der Uhr ist durch Zoomen super erkennbar. Sogar die Struktur des Lederarmbands kann detailliert begutachtet werden.
fossil uhr

 

Produkt in Aktion zeigen

Vor allem bei neuartigen und bisher unbekannten Produkten ist es ratsam, Fotos zur Verfügung zu stellen, die sie in Aktion zeigen. Folglich ist auf Anhieb klar, in welchem Umfeld und unter welchen Bedingungen das Produkt zur Anwendung kommt. Es hilft Deinen potentiellen Käufern, Dein Produkt und seine Funktion zu verstehen. Dasselbe gilt auch für Kleidungsstücke aller Art. Auch bei gewöhnlichen Basics variiert die Passform von Hersteller zu Hersteller. Nicht jeder Figur steht jeder beliebige Schnitt. Die wandelnden Trends im Modebusiness stehen niemals still. Nicht immer ist klar, wie das Kleidungsstück getragen und wie es kombiniert wird. Hierbei werden sogar die Chancen erhöht, dass ein zusätzliches Teil verkauft wird. Doch denke daran, dass das zu verkaufende Stück im Vordergrund steht und Einzelansichten verfügbar sind. Der Onlineshop ABOUT YOU dient als gutes Beispiel. Zur Veranschauchlichung sind die verschiedenen Produktbilder in einem Foto zusammengefasst.

about you

 

Größenverhältnis beachten

Die Größe des Produktes sollte auf den Fotos klar erkennbar sein. Trotz Angabe der Abmessungen des Artikels in der textuellen Beschreibung, ist es sinnvoll auf eine detailgetreue Darstellung zu achten.

 

360-Grad Ansicht

Interaktive Elemente sind besonders aufmerksamkeitsstark. Eine Rundumansicht sorgt zudem für Transparenz und Vertrauen.
https://www.youtube.com/watch?v=iWF8xaIMZLk

 

Mobile – und Tabletansicht nicht vergessen

Einkäufe, die über Smartphone oder Tablet getätigt werden, nehmen stetig zu. Dementensprechend sollte auf eine gute Qualität auch in der mobilen Ansicht der Fotos wert gelegt werden. Hier ein Ausschnitt des „State of Mobile Commerce Report“ von criteo. Dieser enthält Daten zu Onlinekäufen aus über 1,4 Milliarden Transaktionen mit insgesamt 160 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
mobile growth
mobile growth

 

Eine Stilrichtung beibehalten

Die Beständigkeit des Fotostils sorgt für die gewünschte Professionalität. Ein Wechsel des Hintergrunds, der Perspektiven und Co. kann für den Betrachter verwirrend sein und schnell einen chaotischen Eindruck hinterlassen.

 

Fotos mit einer Option zum Teilen versehen

In der Welt von Pinterest, Tumblr, Facebook und Co. macht es Sinn, Produktbilder mit Buttons zum Teilen zu versehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Betrachter ein tolles Produkt mit ebenso tollen Foto mit Freunden oder Followern teilen, ist hoch. Für Dich ist es völlig kostenlos und bringt nur Vorteile. Einfacher kannst Du die Bekanntheit Deines Produktes nicht steigern. Ein gutes Beispiel ist hier der Blue Tomato Shop, der einige Social Media icons zum Sharen bereithält.
blue tomato

 

Präsentation immaterieller Produkte

Die Darstellung einer Versicherung oder eines Urlaubs ist deutlich schwieriger. Hierbei muss die anvisierte Zielgruppe richtig angesprochen werden. Das Bild muss in dieser Produktkategorie nicht zwingend mit dem Produktnutzen verbunden sein. Das Augenmerk liegt hier ganz stark auf der Beeinflussung der Emotionen des Betrachters. Handelt es sich beispielsweise um ein Familienhotel, verdeutlicht ein Foto mit spielenden und freudigen Kindern oder relaxenden Eltern einen friedvollen Gefühlszustand. Hier ein Beispiel der Versicherungskammer Bayern. Auf den ersten Blick ist nicht erkennbar, um welches Produkt es sich handelt. Jedoch entlockt dieses Foto dem ein oder anderen ein Lächeln und versetzt den Betrachter in einen positiven Gemütszustand.
Versicherungskammer Bayern

 

Virtuelle Anprobe

Die Möglichkeit der Online-Anprobe ist das i-Tüpfelchen. Zum einen wird die Anzahl der Rücksendungen noch einmal gesenkt. Zum anderen ist der Spaß einer virtuellen Anprobe groß und kann zu Umsatzsteigerungen führen, weil Betrachter mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Interaktion bereit sind. MisterSpex ist bekannt für die Anprobe von Brillen über Webcam.
https://www.youtube.com/watch?v=KHhKqh0Y9Gs

Quellen:
http://www.petershallard.com/sales-psychology-the-3-keys-to-successful-selling/
http://www.eworkswsi.com.cy/eCommerce/the-importance-of-product-images-in-ecommerce
https://econsultancy.com/blog/63153-15-tips-for-making-your-product-images-work-harder/
http://www.internethandel.de/blog/Perfekte-Produktbilder-fuer-Ihren-Shop-Die-besten-Profi-Tipps-in-der-Uebersicht/
http://www.fossil.de/de_DE/shop/fossil-watches.html
https://www.vkb.de/content/
http://www.aboutyou.de

Bannerfoto von http://deathtothestockphoto.com/

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